Daum

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Auguste Daum (1825-1909) und Antonin Daum (1864-1931) entwickelten den Jugendstil in der Glasfabrik in Nancy. Sie erhielten die Medaille „Grand Prix“ auf der Weltausstellung 1900.

Sie arbeiteten mit ähnlichen Techniken wie der Fabrik Gallé, die sich ebenfalls in Nancy befand: die Darstellung von Landschafts- oder Naturmotiven mit hauptsächlich Pflanzen oder Blumen durch Ätzen des Glases, das aus mehreren Glasschichten bestand. Daum und Gallé gründeten zusammen mit anderen Glas- und Möbelfabriken die sogenannte „Ecole de Nancy“.

Es gab auch in der Technik der Arbeit mit Glas einen interessanten Unterschied zwischen den beiden großen Glasfabriken. In der DAUM-Fabrik war es üblicher, mit der Technik der „Pâte-de-Verre“ zu arbeiten: Das heißt, mit farbigem Glaspulver, das in das farblose Glas geschmolzen wurde, um eine farbige Basis zu erhalten. Dann kamen auf der Grundlage mehrere Glasschichten, die in Motive der Natur geätzt wurden.

Die sehr wertvollen Stücke der Daum-Vasen sind solche mit den sogenannten „Applikationen“: Glasstücke, die auf das Kunstobjekt gelegt wurden, als es noch heiß aus dem Ofen kam. Das erfordert eine hohe Fähigkeit, mit Glas zu arbeiten.

Nicht nur die hohe Fähigkeit, mit Glas zu arbeiten, war ein Merkmal der Fabrik Daum, die Familie Daum lud auch sehr berühmte Künstler aus Nancy zur Entwicklung neuer Glasformen ein: Almaric Walter für die Technik der Pastete und Henri Bergé und Charles Schneider für die Technik des Ätzens des Glases. Um 1896 wurde der Designer Jaques Gruber auch eingeladen, Glasformen zu entwickeln, meist opaleszierende Glasformen mit einer besonderen Art von Radierung und Goldmalerei. Für die Lampen oder den Glanz arbeitete die Fabrik von Daum mit anderen berühmten Künstlern wie Louis Majorelle oder Edgar Brandt zusammen.

In einem anderen Kapitel werden wir einige Informationen über Charles Schneider geben, der später mit seiner eigenen Fabrik namens „Le Verre Francais“ berühmt wurde.

Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte Paul Daum weitere Glasformen im Art-Deco-Stil: geätztes Glas mit festen und geometrischeren Linien mit klaren Farben. 1925 gewann die Fabrik von Daum einen Preis für die Internationale Ausstellung für dekorative Kunst in Paris.